Sonntag, 20. Januar 2019

Gelesen: Der Himmel gehört uns


Hallo ihr Lieben,

zuletzt habe ich "Der Himmel gehört uns" von Luke Allnutt gelesen. Es wurde mir vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!



"Der Himmel gehört uns" von Luke Allnutt


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Autor:

Luke Allnutt ist in Großbritannien aufgewachsen und arbeitet als Journalist. "Der Himmel gehört uns" ist sein bewegender Debütroman, der international für Furore sorgte und von der Presse gefeiert wird. Noch vor Erscheinen hat er sich in 30 Länder verkauft. Luke Allnutt lebt mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Söhnen in Prag und schreibt derzeit an seinem nächsten Roman. (Klappentext)


Inhalt:

Rob Coates kann sich wirklich glücklich schätzen: er ist mit seiner großen Liebe Anna verheiratet, und nach vielen gemeinsamen Jahren krönt Sohn Jack endlich das große Glück der Beiden. Bis zu dem Moment, an dem die kleine Familie eine unfassbare Diagnose erhält: Jack leidet an einer unheilbaren Krebsart. Während es Rob den Boden unter den Füßen wegzieht, versucht Anna stark zu bleiben - doch anstatt zusammenzuhalten, entfernen die beiden sich immer weiter voneinander. Bis Rob einen Entschluss fasst, der das Leben der Familie für immer verändern wird ... (Buchrückseite)


Eigene Meinung:

Auch hier finde ich mal wieder das Cover unglaublich schön - ein Sonnenuntergang mit beginnendem Sternenhimmel in Rot- und Blautönen, im Hintergrund ein Mann mit einem Kind auf den Schultern. Natürlich weckt dies direkt die Assoziation zu den Figuren des Romans Rob Coates und seinem Sohn Jack.
Rob ist ein junger Softwareentwickler und Programmierer seine große Liebe Anna ist Buchhalterin. Sie leben in London und führen ein tolles Leben. Nur Kinder fehlen, dies ist allerdings nicht so einfach. Anna hat zwei Fehlgeburten bis endlich Jack zur Welt kommt. Nun scheint endgültig alles perfekt. Bis bei Jack im Alter von 6 Jahren ein Hirntumor diagnostiziert wird. Rob und Annas verzweifelte Versuche ihr Wunschkind zu retten beginnen. Dabei entfernen die beiden sich immer weiter von einander. Bis es für alle zu spät ist.
Der Roman beginnt mit einer Episode aus Robs Leben nach Jacks Tod. Dann wird Jacks Geschichte erzählt. Schließlich springen wir wieder ins Jetzt und können miterleben wie Rob versucht die Scherben, die sein Leben inzwischen sind, wieder zu kitten. Unter anderem versucht er dies auch mit Hilfe eines Blogs in denen er Bilder von Orten veröffentlicht, an denen er und Anna mit Jack waren. Dieser Aufbau des Buches ist insofern auch sehr interessant, weil man direkt zu Beginn erlebt, wie schlecht es Rob geht und man dann erfährt, wie es dazu kommen konnte. Der Schluss macht wiederum Hoffnung und rundet den Roman, der ja an sich ein sehr ernstes und trauriges Thema hat, sehr gut ab.
Sehr schön finde ich auch die Einschübe im Buch, bei denen Rob wieder einen Ort auf seiner Website festhält. Als Programmierer, schreibt er in die Quellcodes der Bilder Botschaften an Jack. Diese Botschaften sind oftmals auf separaten Seiten am Ende bzw. Anfang eines Kapitels zu finden und sprachlich sehr schön geschrieben und zeigen wie sehr Rob sein Kind liebt.
Gesamtheitlich ist das Buch bezüglich der Sprache recht einfach gehalten, es liest sich sehr schnell, es kommen kaum Fremdwörter vor (einige Progammiererausdrücke, deren Bedeutung aber fürs Verständnis nicht von Bedeutung sind). Das Schriftbild der Ausgabe ist recht groß, die Seiten stark, sodass man wirklich schnell vorankommt.
Alles in allem hätte ich mir sprachlich noch etwas mehr Tiefgang gewünscht. Insgesamt finde ich das Buch aber gelungen, da der Übergang vom schweren und ernsten Thema Krebs bei Kindern zu einem hoffnungsvollen Ende sicher nicht einfach ist und hier doch gelungen ist!

"Manchmal begegnet einem Liebe an den seltsamsten Orten. Die Leute begreifen nicht, wie sehr sie einem das Herz brechen können." (S. 215)

"Anfangs dachte ich, es seien die Spiele, die wir gewonnen hatten, {...}. Und dann begriff ich, was Das getan hatte. Er hatte jedes Spiel mit einem Goldstern versehen, zu dem wir je zusammen gegangen waren. 
War es wirklich zu viel verlangt, dass Jack das Gleiche erleben sollte? Es musste eine Möglichkeit geben, das musste es einfach. Denn wenn man es träumt, dann ist es wahr, sagte mein Das immer.
Wenn man es träumt, dann ist es wahr." (S. 249)


(erschien bei Blanvalet, 447 Seiten, 15,00€)

Montag, 20. August 2018

Gelesen: Der Blumensammler

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade mit dem Buch "Der Blumensammler" von David Whitehouse fertig geworden und möchte euch gerne eine kleine Rezi dazu geben :)

Das Buch wurde mir von vorablesen zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür! :)



"Der Blumensammler" von David Whitehouse







Autor:

David Whitehouse wurde 1981 in Nuneaton, England geboren. Nachdem er 2015 für seinen Roman "Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek" per Bus durch Deutschlands Buchhandlungen reiste, legt er nun seinen neuen Roman "Der Blumensammler" vor. David Whitehouse lebt in London. (Klappentext)



Inhalt:

New York, 1983. Als Peter Manyweathers in einer Bibliothek einen alten Brief entdeckt, weiß er noch nicht, dass er gerade das größte Abenteuer seines Lebens in den Händen hält. Sechs seltene Blumen sind in dem geheimnisvollen Brief notiert. Sechs Blumen, die so unvergleichlich sind, dass Peter Manyweathers für sie um die ganze Welt reisen wird. (Buchrückseite)



Eigene Meinung:

Ich kann es nicht oft genug gestehen, aber ich kaufe Bücher sehr oft nach ihrem Cover und auch in dieses habe ich mich direkt wieder verliebt. Auf neutralem weißem Grund tummeln sich hier neben allen möglichen Blumen, Kakteen und Sukkulenten nämlich auch Seepferdchen, Tauben und ein Flugzeug. Man bemerkt dies erst beim genaueren Hinsehen, was ich total super finde, denn nicht nur fügen sich diese scheinbar nicht dazu passenden Motive fast unsichtbar in die Gesamtkomposition ein, sie tauchen auch (einschließlich der Pflanzen) mit nicht unbedeutenden Rollen alle wieder im Buch auf!
Die Story wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Zunächst ist da Professor Jeremiah Cole, ein Forscher, der bei einem missglückten Tiefseetauchgang den Flugschreiber eines verschollenen Flugzeugs findet. Dann Peter Manyweathers, eine Reinigungskraft aus New York, der in einem Buch einen Liebesbrief entdeckt, in welchem die Adressatin mit verschiedenen seltenen Blumen verglichen wird. Dieser Brief beeindruckt den Junggesellen so sehr, dass er beschließt sich auf die Suche nach diesen seltenen Pflanzen zu begeben. Einer Suche nicht nur nach Blumen, sondern auch seiner persönlichen Liebesgeschichte. Besonders ist hier auch, dass Peters Geschichte bereits im Jahr 1983 spielt, die anderen beiden Erzählstränge jedoch 30 Jahre später. Der dritte Erzählstrang handelt von Dove, einem jungen Mann, der als Baby zur Adoption freigegeben wurde und sich seither auf der Suche nach seinen Wurzeln und Antworten befindet. Dabei kommt er sich häufig mit seiner aufbrausenden und jähzornigen Art leider oft selbst in die Quere.
Die Geschichten dieser drei Personen scheinen auf wundersame Weise miteinander verbunden zu sein, der Leser wird von Anfang an dazu animiert, mit zu raten, wie die drei Figuren zusammen hängen. Gleichzeitig erzählt natürlich auch jeder seine eigene Geschichte. Ganz nebenbei lernt der Leser auch die seltenen Blumen kennen, nach denen Peter sucht. Bei mir ist hier richtig Peters Faszination übergesprungen und ich habe gerade extrem den Drang selbst in die Natur zu gehen und diese zu erforschen :)
Sprachlich finde ich den Schreibstil des Autors sehr eingängig, die Geschichte liest sich flüssig, auch wenn einige doch sehr fantastische Elemente mir fast etwas zu überspitzt erschienen. Das Buch hätte diese gar nicht gebraucht, da die Sprache des Autors ihren ganz eigenen Zauber webt.
Alles in allem finde ich die Story absolut lesenswert und sehr spannend, ich kann das Buch klar empfehlen. "Der Blumensammler" bekommt von mir einen besonderen Platz im Bücherregal :)


"Er wusste nicht, was er tun und ob er den Arm um sie legen sollte. Dort standen sie, nebeneinander, bis sich Zeit und Wetter miteinander verschworen, um alle Bedeutung auszulöschen." (S. 48)

"Egal, wo du hingehst, überall haben die Leute eine andere Interpretation dafür. Das machen wir Menschen immer mit Dingen, die wir nicht ansatzweise begreifen können. Wir verleihen ihnen einen Zauber, und dadurch werden sie dann selbst zur Magie." (S.163f.)



 (erscheint im Tropen Verlag, 346 Seiten, 20,-€)



Donnerstag, 2. November 2017

Gelesen: Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Hallo ihr Lieben,

ich durfte mal wieder lesen und möchte euch meine Meinung nicht vorenthalten 😉
Das Buch wurde mir von vorablesen zur Verfügung gestellt - Vielen Dank dafür! ❤


"Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland


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Autorin:

Wenn Stephanie Butland nicht gerade in ihrem Gartenatelier ist und Romane schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin und hilft Menschen, kreative Lösungsansätze zu finden. In ihrer Freizeit liest, backt und strickt sie gern. Außerdem tritt sie gelegentlich bei Poetry-Performances auf. Zusammen mit iHrer Familie lebt sie im Nordosten Englands. (Klappentext)


Inhalt:

Mit ihren Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fernzuhalten. Sie umgibt sich lieber mit Büchern als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Als sie Nathan kennenlernt, bekommt die Mauer, die sie um ihr Herz errichtet hat, Risse: Er nimmt Loveday mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Ihr dunkelstes Geheimnis behält Loveday aber weiterhin für sich. Doch als ein Buch sie zurück in ihre Vergangenheit führt, muss sie sich entscheiden: Will sie sich weiter verstecken und Nathan verlieren, oder findet sie mit seiner Hilfe endlich den Mut, über das zu sprechen, was sie einst so sehr verletzt hat? (Buchrückseite)


Eigene Meinung:

Als erstes aufgefallen ist mir auch bei diesem Buch - wie schon so oft - der Einband. Ein warmes orange lenkt erst mal den Blick aufs Cover, dann zwei Menschen, wobei einer ein Buch hält aus dem Blätter fliegen, diese wiederum verwandeln sich zu Vögeln (ein Detail, das übrigens zu Beginn jeden neuen Kapitels zu finden ist). Ich dachte mir "oh super, ein Buch über über Bücher! Geht ja kaum besser!" und war von da an gefangen.
Loveday erzählt uns ihre Geschichte selbst, als Ich-Erzählerin, was hier super passt, denn Stück für Stück erzählt sie von ihrem jetzigen Leben, von ihrem verlorenen Leben und was dazwischen so alles passiert ist. Zu Beginn gibt sie sich, wie auch in ihrem jetzigen Leben, recht verschlossen - man muss alles erraten oder erahnen. Als sie dann ein bisschen vertrauen zum Leser gefasst hat, lässt sie uns in ihre Vergangenheit blicken. Diese Rückblenden sind zum einen in eigenen Kapiteln, zum anderen mit eigenen Überschriften wie Geschichte 2013 und Krimi 1999 zu finden, im Gegensatz zur Gegenwart, diese wird als Lyrik 2016 betitelt.
Wir lernen Archie, ihren Chef und besten sowie einzigen Freund kennen, dann Rob Loveday`s psychotischen Ex-Freund und Nathan, der alles anders macht. Wie häufig, wenn man ein Trauma erlebt hat, kann Loveday Nathan zunächst nicht an ihn heranlassen und ihm nicht vertrauen, er scheint zu gut um wahr zu sein. Aber Nathan findet durch seine Gedichte beim Poetry-Slam (diese sind auch jeweils im Buch zu finden) einen Weg um zu Loveday vorzudringen.
Die Story finde ich gelungen, wenn mir zum Ende hin dann aber doch noch etwas viel Dramatik passiert. Mir gefällt die erste Hälfte mit ihrer irgendwie "leichten" Düsternis fast besser. Nichtsdestotrotz liest sich das Buch super. Die Sätze sind verständlich, gespickt mit kleinen Anspielungen auf Autoren und ihre Werke und Loveday´s Wortneuschöpfungen ("Missfallensmaschinen mit Luftdruckantrieb" S. 8 - Mütter, die den ganzen Tag am Zetern sind).
Besonders lustig finde ich auch, dass Loveday ihre Bücher alphabetisch nach dem ersten Wort des Buchtitels ordnet, weil sie findet, dass sich die meisten Menschen viel eher an den Titel als an den Autoren erinnern. Mach ich absolut genauso und mit der selben Begründung!
Insgesamt also ein bezauberndes Büchlein, super geeignet für die jetzt kommende Spätherbst-Lese-Zeit!

"Natürlich gibt es da die einfache Liebe zur Literatur: das Bewusstsein, dass es eine Fluchtmöglichkeit gibt, dass man Dinge lernen kann, dass da ein Ort ist, an dem Herz und Geist ungehemmt herumtollen können." (S. 31)


(erschienen bei Knaur, 319 Seiten, 9,99 €)

Dienstag, 4. Juli 2017

Gelesen: Libreville


Hallo ihr Lieben,

lang, lang ists her. Es hat sich auch so einiges getan. Ende März bin ich aus dem wunderschönen Mittelfranken nach Schwaben gezogen. Auch wenn mich immer mal wieder das Heimweh packt, gefällt es mir hier inzwischen doch auch recht gut.
Obwohl das Leben 1.0 also mal wieder volle Breitseite zugeschlagen hatte, habe ich weiter fleißig andere Blogs verfolgt und die Sehnsucht selbst wieder aktiv zu werden, ist immer größer geworden.
Heute ist es nun auch wieder so weit und ich möchte mit einer kleinen Buchrezension starten!
Das Buch wurde mir von  zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

"Libreville" von Janis Otsiemi


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Autor:

Janis Otsiemi wurde 1976 in France-ville, Gabun, geboren. Dichter; Essayist und Autor von Kriminalromanen. Er erhielt 2010 den Le Prix du Roman Gabonais für sein Buch La vie est un sale boulot. Bei Editions Jigal erschienen außerdem La Bouche qui mange ne parle pas (2010) und Le chasseur de lucioles (2013) sowie sein Roman Les voleurs de sexe (2015). Er ist Secrétaire Général adjoint de l´Union des Écrivains Gabonais. Seine Romane verfasst er in Französisch. (Klappentext)


Inhalt:

Ein Jahr vor den Wahlen wird Roger Missang, Journalist der Echos du Sud, am Strand von Libreville nahe dem Palast des Präsidenten der Republik mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Mit den Ermittlungen im Mordfall werden Pierre Koumba Owoula und Hervé Louis Boukinda Envame beauftragt, zwei Polizisten, die ohne die DNA-Analyse und Forensik auskommen müssen. (Buchrückseite)


Eigene Meinung:

In "Libreville" geht es um die Aufdeckung des Mordes an Roger Missang. Dazu wird zunächst einmal geschildert, wie sich das afrikanische Land Gabun und seine Hauptstadt Libreville in den letzten Jahrzehnten zu dem entwickelt hat, was sie heute sind. Einem an Rohstoffen zwar reichen Land, in dem aber Misswirtschaft und Korruption weiterhin ein Prosperieren verhindern. Moderne Technik hält erst nach und nach, ganz langsam Einzug. Ins Internet gestellte Videos von zwei jungen Mädchen führen zu deren gesellschaftlicher Missachtung und in letzter Konsequenz wählen die beiden Mädchen den Freitod. Den Verantwortlichen suchen unsere beiden Polizisten und bringen ihn zur Strecke. Derweil wird am Strand von Libreville ein toter Journalist gefunden, die Ermittler versuchen sowohl Motiv als auch Täter zu finden. Unerwartet kommt ihnen dabei ein neuerliches Verbrechen zu Hilfe. Ein Mann, der einen Autounfall mit Todesursache verursacht hat, scheint mehr Informationen zu haben und versucht sich mit seinem Wissen freizukaufen. Führt diese Spur tatsächlich zum Täter?
Optisch ist das Buch recht dezent gehalten. Das Cover zeigt eine schemenhafte Darstellung von rennenden Personen und ist in den Farben rot, weiß und schwarz gehalten. Auffällig ist der Aufbau des Romans. Unterteilt wird zunächst in Tage, diese beginnen jeweils mit einer Art Deckblatt, das jeweils die Zeitungs-Schlagzeilen für den jeweiligen Tag zeigt. Die Tage sind wiederum in recht kurze und überschaubare Kapitel unterteilt. Das Buch erhält dadurch eine gute Struktur und lässt sich recht zügig lesen.
Der Autor hat einen sehr eigenen, meiner Meinung nach etwas derben, Schreibstil. Die einzelnen Worte sind sehr bewusst gewählt, manchmal recht derbe, manchmal fast beschönigend. Besonders auffällig sind die Redewendungen und Sprichwörter, die der Autor immer wieder einfließen lässt: "Ein Kerl so lang wie ein Tag ohne Brot stieg aus." (S. 11) oder "den Mund nicht teilen" (S. 24) für nicht einer Meinung sein.
Was mir inhaltlich etwas gefehlt hat und mich dann tatsächlich eine Zeit lang eher verwirrt hat, ist der offensichtliche Kleinkrieg zwischen Polizei und Gendarmerie. Wobei mir rein aus dem Buch heraus schon gar nicht der Unterschied zwischen beiden klar wurde, geschweige denn welcher Ermittler nun wohin gehörte. Das ist für mich leider ein klares Manko des Buches gewesen.
Abgesehen davon fand ich es sehr interessant dieses etwas andere Buch zu lesen. In Gabun gibt es wohl auch kaum Schriftsteller, denn allein vom Schreiben kann man dort nicht leben.

"Wenn sich Bullen und Gendarmen schon wegen Lappalien prügelten, statt hinter ihnen her zu sein, war das eigentlich nur gut für sie. Ganz nach dem Sprichwort: Wenn der Regen dich nass macht, lachen dich die Kröten aus!" (S. 192f.)


 (erschienen bei polar Verlag, 220 Seiten, 14,00 €, bestellbar z.B. hier)



Donnerstag, 2. Februar 2017

Leseliste Januar

1) In cold blood von Truman Capote

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Genre: Krimi, Zeitgeschichte

Inhalt:
Agent Al Dewey, of the Kansas Bureau of Investigation, has a crime to solve. A horrific crime - the cool slaughter of an entire family of Godfearing farming folk. Blood and hair all over the walls, and only a few dollars missing. All Agent Dewey has are two footprints, four dead bodies and a whole lot of questions, none with easy answers. Truman Capote`s brilliant reconstruction of the events and consequences of that murderous November night in 1959 is a superb and gripping mix of journalistic skill and sheer imaginative power. (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
Die Rekonstruktion des tatsächlichen Mordfalles um Familie Clutter liest sich so spannend wie ein Roman, gleichzeitig läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken, weil man stets im Hinterkopf hat, dass es sich hier nicht um Fiktion handelt. Die tragische Geschichte einer Familie würdig erzählt!
(Rory Gilmore Reading Challenge - Buch)




2) Endzeit von Liz Jensen

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Genre: Thriller

Inhalt:
Die Psychotherapeutin Gabrielle Fox bekommt es mit einer unheimlichen neuen Patientin zu tun: Die 16-jährige Bethany hat ihre Mutter auf grausame Weise ermordet. Und sie behauptet, sie könne Naturkatastrophen vorhersehen. (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
So abgehoben wie dennoch beklemmend. Ich musste nach der Lektüre erst einmal über die beschriebenen Phänomene und Naturkatastrophen recherchieren und war erstaunt, dass alles tatsächlich nicht weit hergeholt ist. Grusel auf mal ganz anderem Niveau!






Freitag, 27. Januar 2017

AGaD: Refreshing Square

Hallo ihr Lieben,

es juckt mal wieder in meinen Fingern :)
Heute zeige ich euch deshalb meinen Refreshing Square




Anleitung: "Refreshing Throw" von Marianne Forrestal
Nadelstärke: 3,00 mm
Größe: 12.5 cm x 12.5 cm
Wolle: Versailles supersoft in grau und rosa von buttinette
Besonderheiten: Die Anleitung ist eigentlich für eine ganze Decke gedacht, das hab ich aber mal zweckentfremdet und nur einen Square gehäkelt. Die Qualität ist auf dem Bild nicht besonders, aber die superschöne Textur dieses Squares kommt trotzdem gut zur Geltung!

Bis ganz bald!
Eure,



Donnerstag, 26. Januar 2017

Leseliste: November + Dezember

1) The Girl in the Red Coat von Kate Hamer

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Genre: Krimi, Familie

Inhalt:
Carmel has always been different - sometimes odd, distracted and prone to getting lost. When she and her mother, Beth, spend a day out at a festival, they become separated and Carmel disappears. As Beth desperately searches for her daughter, Carmel embarks on an extraordinary journey, with a man who clamis she has a special gift... (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
Gut zu lesen, die Story hat aber meiner Meinung nach noch einige Schwachstellen und war für mich an manchen Stellen nicht ganz rund. Als abendlicher Zeitvertreib aber ganz nett!








2) Silber - Das dritte Buch der Träume von Kerstin Gier


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Genre: Jugend, Fantasy

Inhalt:
Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür - und Liv Silber vor drei Problemen: Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden .... (Klappentext)

Eigene Meinung:
Der Abschluss der Silber-Trilogie hat mich doch ein bisschen enttäuscht. Zwar finde ich die Thematik nach wie vor sehr spannend, allerdings ist mir in diesem Band einfach zu wenig passiert, bzw. die Story war etwas dünn. Schade.





3) Die Schönenbecker von Marlis Fengels

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Genre: Familiensaga

Inhalt:
Die große Familiensaga, die 1893 ihren Anfang nimmt. Das Gasthaus "Zum Goldenen Schwan" im Dorf Schönenbeck am Niederrhein, das die Familie Möllendorf erwibt, wird bald zum Mittelpunkt des geselligen und gesellschaftlichen Lebens im Dorf. Hier wird gefeiert und getrauert, gestritten und geliebt, diskutiert und debattiert. Auf die anfängliche Idylle fallen jedoch dunkle Schatten. Die wirtschaftlichen und politischen Umwälzungen im Laufe der folgenden Jahrzehnte verändern das Dorf und seine Bewohner. Und mit dem Auftrumpfen der Nationalsozialisten steuern die Schönenbecker unaufhaltsam einer furchtbaren Tragödie entgegen. (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
Es war sehr interessant die Familie durch die Jahre zu begleiten. Lies sich sehr gut lesen - Empfehlung!







4) Unterwerfung von Michel Houllebecq
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Genre: Utopie, Politik

Inhalt:
Unterwerfung beschwört ein Frankreich herauf, in dem eine autoritäre muslimische Partei schleichend die Macht übernimmt - auf demokratischem Weg und mit Hilfe der intellektuellen Elite. Schonungslos und mit großer erzählerischer Kraft zeigt Michel Houellebecq in seinem bislang wohl kontroversesten Roman, wie sich die Menschen freiwillig in ein System fügen, das alle Grundwerte der westlichen Welt verneint. (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
Ja, kontrovers ist das Buch und irgendwie auch sehr realistisch. Ich kann mich aber einfach nicht mit dem Schreibstil von Houllebecq anfreunden und bin so mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden. Dennoch aufgrund der Aktualität lesenswert!





5) Mein Leben, mal eben von Nikola Huppertz

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Genre: Jugend

Inhalt + eigene Meinung: s. hier


















6) Islamischer Staat von Behnam T. Said

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Genre: Sachbuch, Zeitgeschichte

Inhalt:
Die Terrormiliz <<Islamischer Statt>> (IS) hat ein riesiges Gebiet in Irak und Syrien mit Großstädten, Waaffenarsenalen und Ölvorkommen unter ihre Kontrolle gebracht - ein <<Kalifat>>, das einmal die gesamte islamische Welt beherrschen und alle <<Ungläubigen>> unterjochen soll. Der Islamismus-Experte Behnam T. Said bietet in seinem alarmierenden Lagebericht erstmals Innenansichten aus der Welt der Jihadisten. Er erklärt, was sie antreibt, wo ihre Wurzeln liegen und warum der Kampf für einen islamischen Staat so viele Kämpfer aus dem Westen anzieht. (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
Brandaktuelles Thema, mit dem man sich sicherlich auseinander setzen sollte. Grundsätzlich sind in diesem Buch unglaublich viele Informationen enthalten. Einzelne Kapiteln konnte ich dennoch eher schwer folgen, als Einsteiger-Buch also nicht geeignet.





7) The Canterbury Tales von Geoffrey Chaucer

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Genre: Prosa, Klassiker

Inhalt:
Lively, absorbing, often outrageously funny, Chaucer`s THE CANTERBURY TALES is a work of genius, an undisputed classic that has held a special appeal for each generation of readers. The TALES gather twenty-nine of literature`s most enduring (and endearing) characters in a vivid group portrait that captures the full spectrum of medieval society, from the exalted Knight to the humble Plowman. (Buchrückseite)

Eigene Meinung:
Ich hatte hier eine Ausgabe auf der auf der linken Seite der Original-Text und rechts eine Übersetzung in modernes Englisch zu finden ist. Mit dem Original-Text konnte ich leider wenig anfangen, die Übersetzung jedoch liest sich recht gut. Hier handelt es sich mal wieder um ein Buch von der Rory Gilmore - Reading Challenge!